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Feederschiffe werden bedeutender für die Linienreedereien


Feederschiffe, wie die VENTA MAERSK, und Feeder-Dienste könnten ab 2020 an Bedeutung für die Reedereien gewinnen
Feederschiffe, wie die VENTA MAERSK, und Feeder-Dienste könnten ab 2020 an Bedeutung für die Reedereien gewinnen

Die Bedeutung der Shortsea Dienste gewinnt bei den Linienreedereien immer mehr an Bedeutung. So hat die dänische Reederei Maersk die Charterung von 13 Neubauten mit 2.200 TEU ab 2020 angekündigt. Gegenwärtig zeichnet sich zudem eine zunehmende Nachfrage nach Feederschiffen  ab.

 

Dass der bisher bei den großen Linienreedereien nicht im Mittelpunkt stehende Shortsea Sektor jetzt mehr in den Fokus rückt ist auch vor dem Hintergrund der IMO 2020 Vorschrift zur Reduzierung des Schwefelausstoßes zu sehen.

 

Die schwefelarmen Treibstoffe werden die Kosten ansteigen lassen. Diese Mehrkosten müssen die Reedereien an ihre Kunden weitergeben oder entsprechend kompensieren. Einer der Möglichkeiten wird die Reduzierung der Reisegeschwindigkeit sein. Das "Slow Steaming" würde den Treibstoffverbrauch senken, aber dazu führen, dass die Umlaufzeiten der Schiffe sich verlängern und so die bisherigen Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden könnten.

 

Zur Wettbewerbsfähigkeit gehören auch die Fahrzeiten zwischen den Häfen. Daher wird man vermutlich die Anzahl der Häfen reduzieren, um so die verringerte Reisegeschwindigkeit wieder auszugleichen. Damit würde für die Linienreedereien auch die Bedeutung von effektiven Feeder-Diensten erheblich steigen.

 

Die wachsende Nachfrage nach Schiffen mit einer Kapazität bis 3.500 TEU , wie auch das gestiegene Interesse von Großreedereien an Feederkapazität, ist als ein gewisses Indiz zu sehen.

 

Eine solche Entwicklung hätte natürlich auch seine Auswirkungen auf die Häfen. Häfen, deren Struktur nicht optimal als Umschlagplatz Deepsea/Shortsea geeignet sind, laufen Gefahr aus den Fahrplänen genommen zu werden. Dieses könnte vor allem in Europa und Asien eine Rolle spielen. Für die Hafenverwaltungen dürfte es daher wichtig sein die Entwicklungen im Auge zu behalten.

 

 

 

 

 


Christina Brüggmann

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