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EVER GIVEN kollidiert mit Hadag Fähre FINKENWERDER

Die EVER GIVEN in Begleitung des Polizeibootes BÜRGERMEISTER WEICHMANN in Höhe Kollmar
Nach der Kollision, die EVER GIVEN in Begleitung des Polizeibootes BÜRGERMEISTER WEICHMANN in Höhe Kollmar
Die Schrammen an der EVER GIVEN  sind die Spuren der Kollision mit der FINKENWERDER
Die Schrammen an der EVER GIVEN sind die Spuren der Kollision mit der FINKENWERDER
Die Spuren der Kollision an der EVER GIVEN
Die Spuren der Kollision an der EVER GIVEN
Die Hadag Fähre  FINKENWERDER vor Umbauten, 1997 am Anleger Finkenwerder
Die Hadag Fähre FINKENWERDER vor Umbau, 1997 am Anleger Finkenwerder

Am Samstagmorgen lief die Ever Given aus Hamburg aus. Das 400 Meter lange Containerschiff wurde wie bei dieser Schiffsgröße üblich, von einem Schlepper im Heckbereich begleitet. In Höhe des Anlegers Blankenese lief die EVER GIVEN aus dem Kurs auf den Anleger Blankenese zu. Hierbei kollidierte sie mit der dort befindlichen Hadag Fähre FINKENWERDER. Die FINKENWERDER wurde dabei erheblich beschädigt. Die drei Besatzungsmitglieder blieben glücklicherweise weitestgehend unverletzt, erlitten aber einen Schock.

 

Bei dem Unfall wurde auch der Anleger Blankenese beschädigt und kann vorerst nicht mehr genutzt werden.

 

Die EVER GIVEN setzt die Fahrt nach dem Unfall fort. Ein Stoppen des Schiffes , oder gar Wenden eines derart großen Containerschiffes wäre  nicht unproblematisch gewesen. Daher begleitete das Hamburger Polizeiboot BÜRGERMEISTER WEICHMANN das Containerschiff bei der Weiterfahrt. Beamte gingen während der Fahrt an Bord der EVER GIVEN und führte erste Ermittlungen durch, die im nächsten Zielhafen, Rotterdam, fortgesetzt werden sollen

 

Die Ursache der Kollision ist noch unklar. Am Abend schloss die Wasserschutzpolizei aber einen technischen Defekt weitestgehend aus. Eine mögliche Ursache könnte der stürmische und sehr böige Wind gewesen sein, durch den das Containerschiff aus dem Kurs gedrückt wurde.

 

Nach dem Schadenbild der FINKENWERDER scheint, nach meiner Einschätzung, die EVER GIVEN die Fähre mit ihrer Steuerbordseite entlang  gerammt und gegen den Ponton des  Anlegers Blankenese gedrückt zu haben. Hierdurch wurde die Fähre zwischen dem Containerschiff und dem Anleger eingequetscht  und beidseitig schwer beschädigt

 

Wenn sich der stürmische Wind als Ursache herausstellen sollte, könnte dieses zukünftig Folgen für den Hamburger Hafen haben. Es stellt sich dann die Frage der Sicherheit für die Passage derart großer Schiffe bei stürmischen Winden. Es bleibt abzuwarten wie eine mögliche Entscheidung für die Sicherheit ausfallen wird. Denkbar wäre bei schlechten Wetterlagen ein Bug- und Heckschlepper Zwang, um so derart große Schiffe zu sichern.

 

Die schlechteste Alternative wäre für den  Hamburg er Hafen ein Einlauf- und Auslaufverbot für derart große Schiffe bei Windstärken ab 8 oder 9. Auf Grund der engen Fahrpläne der Containerschiffe könnte der Hafen dadurch weiter an Attraktivität verlieren.

 

Wenn der Sturm für den Unfall ursächlich gewesen sein sollte, wird man sich jedenfalls Gedanken über die Sicherheit machen müssen. Diesmal ist man noch mit einem "Blauen Auge" davon gekommen und Menschenleben sind nicht zu beklagen.

 

Während die EVER GIVEN nur einige Schrammen davontrug,  ist die Zukunft der FINKENWERDER noch unklar. Die erheblichen Schäden deuten eigentlich auf einen wirtschaftlichen Totalverlust hin. Ob die 1989 gebaute Fähre repariert oder abgewrackt  wird, ist noch offen.

 

Die FINKENWERDER  hat wirklich Pech. Schon einmal, am 11.03.1997, war die Fähre zur falschen  Zeit am falschen  Ort. Da wurde sie in der Höhe zur Einfahrt zum Parkhafen vom holländischen Schlepper ZP MONTALI Mittschiffs an der Backbordseite gerammt. Diese Kollision habe ich persönlich miterlebt.

 


Christina Brüggmann

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